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Sondermüll von A bis Z: Der richtige Weg zur Entsorgung Schadstoffzwischenlager des Kreises Herford
Stationäre Sammlung
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Sondermüll von A bis Z: Der richtige Weg zur Entsorgung
In vielen Haushaltsprodukten schlummern
gefährliche Schadstoffe. Die Mengen sind verhältnismäßig klein, doch ihre
schädliche Wirkung auf die Umwelt ist groß. Schwermetalle, Altöl oder
giftige Chemikalien, die über den Hausmüll in die Umwelt gelangen, können
Pflanzen und Tiere schädigen und sich im Naturkreislauf anreichern. So
stammt zum Beispiel die größte Menge des krebserregenden Schwermetalls
Cadmium im Hausmüll aus Nickel-Cadmium-Batterien, da nur rund ein Drittel
der verbrauchten Akkus bisher sachgerecht entsorgt werden.
Altbatterien und
Akkus Tipps zur richtigen Entsorgung Alle ausgepowerten Batterien und Akkus müssen im Handel zurückgegeben oder bei einer kommunalen Sammelstelle abgeliefert werden. Dies gilt unabhängig von Kennzeichnungen und Aufschriften. Der Hausmüll ist für die schadstoffhaltigen Energiespender tabu! Knopfzelle, Akku und Co. aller Marken können kostenlos zurückgegeben werden - auch dann, wenn keine neuen Energiezellen gekauft werden. Händler müssen jedoch nur die Typen zurücknehmen, die sie auch im Sortiment führen oder geführt haben. Wer Starterbatterien aus dem Auto zurückgibt, braucht das Portemonnaie ebenfalls nicht zu zücken, denn auch deren Rücknahme ist kostenlos. Wird beim Kauf einer neuen Batterie jedoch keine alte abgegeben, muss der Händler 7,50 Euro Pfand verlangen - und darf diesen erst wieder auszahlen, wenn das ausgediente Kraftpaket abgeliefert wird. Bei Geräten mit fest eingebauten schadstoffhaltigen Batterien oder Akkus sind Handel und Hersteller verpflichtet, das komplette Gerät kostenlos anzunehmen. Beim Kauf müssen Kunden durch den Verkäufer oder durch entsprechende Hinweise des Herstellers über ihre Rückgabepflicht informiert werden.
Einige Batterien und Akkus haben ein besonders schadstoffhaltiges Innenleben: Große Mengen Blei, Cadmium und Quecksilber stecken in diesen Umweltflops unter den Kraftmeiern. Insbesondere Nickel-Cadmium-Akkus sind regelrechte "Schwermetall-Bomben". Zu erkennen sind sie an dem Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne auf ihrem Mantel. Wer die Umwelt schonen will, sollte diese Batterien und Akkus im Regal liegen lassen. Diese Batterien müssen unbedingt bei kommunalen Sammelstellen oder im Handel zurückgegeben werden. Und Achtung: Selbst die mit "0 % Hg, 0 % Cd" gekennzeichneten Batterien sind keineswegs schadstofffrei. In ihnen können ätzende, wasser- oder umweltgefährdende Stoffe wie zum Beispiel Mangandioxid; Kalilauge oder Schwefelsäure stecken.
Altmedikamente
Wer nur kleine Mengen an Medikamenten kauft, hat später auch kein Entsorgungsproblem. In allen Entsorgungsgebieten, die an Müllverbrennungsanlagen (MVA) angeschlossen sind, können abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneien getrost in die graue Restmülltonne geworfen werden. Das gilt auch für angebrochene Glas-Fläschchen. Die Wirkstoffe der Medikamente verlieren bei der Verbrennung ihre ökologische Schädlichkeit. Hingegen dürfen Arzneimittel nie über die Toilette oder das Spülbecken entsorgt werden. Um Altmedikamente gegen eine missbräuchliche Verwendung zu sichern, empfiehlt es sich, sie vor dem Wurf in die Tonne in Zeitungspapier einzuwickeln.
In Entsorgungsgebieten, die an eine mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) angeschlossen sind, sollten die Altmedikamente bei der Sondermüllsammlung oder, sofern möglich, in Apotheken abgegeben werden. Leere Arzneimittel-Fläschchen gehören ins Altglas, leere Pillen-Blister-Verpackungen in den gelben Sack und leere Pappschachteln zum Altpapier.
Tipps zur richtigen Entsorgung Wer den Ölwechsel bei seinem Auto selbst macht, muss darauf achten, dass Boden und Wasser nie durch das Öl verschmutzt werden. Ein Liter Öl macht eine Million Liter Trinkwasser ungenießbar! Bewahren Sie zur Sicherheit die Kaufquittung auf und lassen Sie sich den Kauf, falls nicht erkennbar, darauf bestätigen. Die Rücknahme des Altöls ist nicht an einen Neukauf gebunden, so dass es immer mal wieder zu Annahmeverweigerung durch Händler gekommen ist. Mit der Kaufquittung in der Tasche sind Sie auf der sicheren Seite. Mischen Sie Altöl nicht mit Maschinen- und Hydrauliköl oder anderen Stoffen, denn dann kann die Annahme verweigert werden. Für manche Öle, wie zum Beispiel Schmieröl für Kettensägen oder Schalungsöle im Baubereich, gibt es biologisch schnell abbaubare Alternativen, bei denen ein Teil aus Pflanzenölen hergestellt wird. Alternativprodukte sind am Umweltzeichen Blauer Engel zu erkennen. Infos dazu unter www.Blauer-engel.de
Ölverschmierte Leitungen und Geräte oder leere Ölbehälter gehören in eine Sondermüllannahmestelle. Das kostet in der Regel Gebühren. In vielen Gemeinden sind aber auch Umweltmobile unterwegs, die Sondermüll sogar kostenlos annehmen. Termine weiß das Umweltamt der Stadt. Wer Probleme bei der Rückgabe von Altöl hat, kann sich an das örtliche Umweltamt oder an das Ordnungsamt wenden.
Computerschrott
Meistens ist der alte PC nur für die persönlichen Ansprüche nicht mehr fit genug, für andere Einsatzzwecke kann er hingegen durchaus noch passable Dienste leisten. Per Kleinanzeige lässt sich der „Alte“ häufig noch privat weiterverkaufen und bringt so nebenbei noch ein paar Mark. Auch Schulen, gemeinnützige Organisationen oder auch Bastler, die den Computer ausschlachten und noch funktionierende Teile weiter verwenden, freuen sich über eine Computerspende. Geprüft werden sollte zudem, ob die Reparatur des PCs oder Druckers möglich ist. Geringfügige Defekte können in einer Fachwerkstatt schnell und preiswert behoben werden. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. In einigen Kommunen gibt es Recyclingwerkstätten, die dann entweder den PC-Methusalem wieder flott machen oder Teile ausbauen und recyceln. Auch einige Computerhersteller und -händler nehmen alten PCs zurück, dieser Service muss auf jeden Fall kostenlos sein. Achten Sie beim Neukauf von Monitor, Rechner & Co. darauf, dass sie „Umweltlabels" im Programm haben: Blauer Engel, TCO und TÜV ECO-Kreis sind im PC-Bereich etablierte Öko-Labels. Die damit ausgezeichneten Geräte sind u.a. stromsparend, recyclingfreundlich konstruiert, enthalten weniger giftige Stoffe und unterscheiden sich in puncto Leistungsfähigkeit nicht von anderen Geräten. Drucker mit dem „Blauen Engel" verarbeiten zudem problemlos Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier. Monitore mit TCO-Label sind zusätzlich strahlungsarm. Und eine Rücknahme- und Recyclinggarantie für PC, Monitor und Drucker ist beim „Blauen Engel" inbegriffen. Auch bei der PC-Arbeit lässt sich Abfall sparen: Refill statt Ex-und-hopp heißt dabei das empfehlenswerte Programm, um Tonerkartuschen und Farbbänder wieder zu befüllen und so bis zu 50 Prozent Kosten und jede Menge Müll zu sparen.
Leuchtstofflampen/-röhren, die insbesondere in Büros und Betrieben eingesetzt werden. Kompaktleuchtstofflampen auch Energiesparlampen genannt. Diese kleinen bzw. kompakten Energiesparlampen können in jedem Haushalt anstelle von Glühbirnen verwendet werden.
Tipps zum Renovieren
Wer bereits beim Tapezieren Umwelt und Geldbeutel schonen will, sollte Raufasertapeten aus mindestens 80 Prozent Recyclingmaterial verwenden. Einfacher Kleister aus Methylzellulose ist preiswert und frei von problematischen Zusatzstoffen. Weil an alten Tapeten noch der Kleber hängt, gehören sie in die Restmülltonne statt ins Altpapier. Es gibt schadstoffarme Farben, Lacke und Lasuren für den Innenbereich, die mit dem Blauen Umweltengel gekennzeichnet sind. Lacke und Lasuren auf Wasserbasis sind gesundheits- und umweltverträglicher als solche auf Lösemittelbasis. Außerdem spart man hier zusätzlich den Pinselreiniger. Im Gegensatz zu scheuerfesten Latexfarben erhalten Dispersionsfarben, feste Farben und Kalk-Kasein-Farben weitgehend die Eigenschaft der Wände, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben. Sie sorgen damit für ein besseres Raumklima. Vorsicht beim Abschleifen alter Farben: Hierbei sollte man unbedingt eine Staubschutzmaske tragen, da der Staub gesundheitsschädlich sein kann. Beim Streichen das Lüften nicht vergessen. Allergiker sollten auf Konservierungsstoffe in Lacken und Lasuren sowie Terpene in Hartölen und Wachsen achten. Quelle: Verbraucherzentrale |
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