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Tierheim Franziskushof Der Tierschutzverein Franziskushof e.V. stellt sich vor.
Tierschutzverein Franziskushof e.V. 32689 Kalletal
Echternhagen 13
www.franziskushof-tierschutzverein.de
Öffnungszeiten:
Spendenkonto:
Sparkasse Herford
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Alle Tierheime auf einen
Blick. DIE ENTSTEHUNG DES FRANZISKUSHOFESDie Entstehung des Franziskushofes wurde nicht geplant. Susanne Häger und ich arbeiteten in einer Behinderteneinrichtung, wo wir uns beide, unabhängig voneinander, um obdachlose Katzen kümmerte. Die 20 Katzen hatten kein Zuhause, vermehrten sich unkontrolliert und deren Nachwuchs verwahrloste und starb zu 90%. Auf eigene Kosten haben wir diese Tiere kastrieren, entwurmen und impfen lassen. Auch die Fütterung übernahmen wir vollständig. Alle diese Bemühungen stießen nicht gerade auf das Wohlwollen unserer Arbeitskollegen. Schon die Bitte um eine Tierarztfahrt (wir waren gerade im Dienst und konnten somit nicht sofort einem verletzten Tier helfen) wurde oft abgelehnt mit der Begründung: „Die Natur hilft sich selber“, was immer das auch heißen sollte; vermutlich des Tod des Tieres. Außerdem vertrat man allgemein die Ansicht, dass Frau Häger und ich sowieso verrückt seien. Über ein Elend lebendiger Wesen hinwegzuschauen konnten wir nicht, also blieb alles auf unseren Schultern liegen. Einen Beruf, der den vollen Einsatz von uns forderte, Fütterung der Katzen, Tierarztfahrten, Abholdienste von Unfalltieren, und Zuhause warteten unsere privaten Tiere auf ihre Versorgung. Unsere sowieso schon schwierige Lage verstärkte sich noch, als wir erfuhren, dass unserer behinderten Frauengruppe ein Umzug in andere Wohnräumlichkeiten, die ca. 8 km entfernt waren, bevorstand. Die alten Gebäude, in denen die Katzen bis zu diesem Zeitpunkt Unterschlupf fanden, sollten saniert werden. Somit verloren die Katzen ihr Dach über dem Kopf. Wir wandten uns an drei Tierheime in unserer Umgebung; leider konnten die Katzen aus folgenden Gründen nicht angenommen werden:
Es war Ende November 1987. Der Winter näherte sich mit Riesenschritten, und wir mussten eine Entscheidung treffen. Susanne Häger entschloss sich, mit in meine Wohnung zu ziehen, da sie größer war. Wir haben alle Katzen eingefangen und mit in unsere Wohnung genommen. Alle „guten“ Ermahnungen, dass die Tiere die Wände hochspringen, Gardinen herunterreißen und Dekorationen zerstören wurden, trafen nicht zu. Da die Gruppe sich schon von draußen gut kannte, entstand kaum Stress. Erst versteckten sich die Katzen unter Schränken und Betten. Nachdem sie jedoch merkten, dass wir ihnen nichts tun, sie nicht mit Gewalt zahm bekommen wollten, sie in Ruhe ließen und in dieser Zeit keine Besucher empfingen, fingen sie an, sich wohl zu fühlen, indem sie entspannt auf Couchen, Sesseln und Betten lagen. Uns war jedoch klar, dass die Katzen Auslauf haben mussten. Erst jetzt wurde uns beiden bewusst, dass wir den ersten Schritt im Tierschutz gegangen waren. Jetzt fielen uns auch die gravierenden Veränderungen auf, die um uns stattfanden. Nach und nach kehrten uns unsere Bekannten und Freunde den Rücken zu. Solange wir ein konventionelles Leben führten, waren wir in der Gesellschaft akzeptabel. Für Außenseiter und Gegenschwimmer gab es keinen Platz, sei es aus Angst, dass man vielleicht auch zur Mithilfe mit einbezogen würde, oder dass man finanziell mit einspringen müsste. Den letzten Strich unter diese „Freundschaften“ haben wir gezogen, nachdem wir ein kleines Kapuzineräffchen in einem Zoogeschäft entdeckten, dass dort 13 Jahre lang in einem winzigen Käfig gehalten wurde. Da wir selbst nicht imstande waren, es freizukaufen, baten wir alle Menschen, die wir kannten, um finanzielle Unterstützung, die jedoch ausblieb. Hilfe bekamen wir von fremden Menschen. Unsere Probleme wurden immer größer. Es hatte sich mittlerweile herumgesprochen, dass im Kalletal zwei Frauen leben, die obdachlose Katzen aufnehmen. So fanden wir immer öfter Kisten oder Kartons mit Katzen vor unserer Tür. Auch Unfalltiere wurden uns gebracht oder per Anruf gemeldet, dass irgendwo eine Katze an der Straße liegen würde. Unsere finanzielle Situation wurde immer brisanter. Unsere zwei Gehälter reichten nicht, um unsere mittlerweile 40 Katzen zu versorgen. Auch wurde der Platz immer knapper. So entschlossen wir uns 1990, ein Haus mit Grundstück auf Hypothekenbasis zu kaufen. Es sollte alleine liegen und wenigstens 10.000 qm dazu gehören. So nannten wir schließlich das Haus in Kalletal, Echternhagen 13, unser eigen. Der Anfang im Franziskushof war mehr als katastrophal. Renovierungen wurden über Kredite gedeckt, 4.000 qm Land mussten wir verkaufen, da der einzige, das ganze Haus erwärmende Ofen kaputtging. Aus dem Erlös konnten wir einen neuen kaufen. Um weiterhin den Hof halten und obdachlosen Tieren helfen zu können, gründeten wir unseren Tierschutzverein. Die Werbung um Mitglieder ging nur langsam voran, so dass unsere Eltern die Finanzierung für Lebensmittel, Heizung und Strom übernahmen. Unser Arbeitstag dauerte 15-17 Stunden. Eine dauerhafte Erschöpfung machte sich immer öfter bemerkbar. Um Erfahrungen im In- und Ausland zu sammeln, wurden Kontakte zu vielen Tierschutzvereinen geknüpft. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass alte, behinderte und verhaltensgestörte Tiere die wenigsten Chancen haben, ein vorübergehendes und dann ein endgültiges Zuhause zu finden. Im Laufe der Jahre wurde der Franziskushof unter anderem Zufluchtsort für diese Gruppe von Tieren. Im Laufe der Jahre wuchs der Verein; wir bekamen Mitglieder und Paten. Wir lernten wunderbare, selbstlose Menschen kennen, die uns den Verlust unserer Pseudofreunde nicht nur ersetzten, sondern unser Leben bereicherten durch ihre Bereitschaft zu helfen, indem sie Tiere in Pflege nahmen, ehrenamtlich mitwirkten, zu Sponsoren wurden und uns Kraft gaben zum Weitermachen. Der Franziskushof verdankt allen diesen Menschen seine Existenz. Wir wurden über die Medien, unsere Zeitung „Ein Weg der Hoffnung“ und durch Mundpropaganda immer bekannter. Immer mehr Privatmenschen wie auch Vereine schöpften auch aus unserer Erfahrung über die Gruppenhaltung von Hunden, über alternative Wege in der Heilung von Tieren. Nicht alles verlief immer harmonisch im Verein. Bei manchen Menschen spielte die Profilierung eine größere Rolle als die Sorge um die Tiere selbst. Von solchen Menschen haben wir uns getrennt. Unsere Tierschutztätigkeit hat keine Grenzen, denn das Tierelend ist genauso grausam in Griechenland, Italien, Rumänien wie auch in Deutschland. In der Verantwortung, allen Tieren zu helfen, haben wir unsere Hilfe auch ins Ausland erweitert. Wir haben ein Pflegehaus in Polen (Kalisz), in dem wir von verschiedenen Tierheimen Unfalltiere übernehmen, behandeln lassen und pflegen, und für die wir dann selber oder über andere Vereine ein geeignetes Zuhause dort suchen. Wir unterstützen das Tierheim in Kalisz, indem wir Impfungen und notwendige Kastrationen bezahlen. Wir haben gemeinsam mit der Tierhilfe Lippstadt e.V. (Marita Sander) Katzenräumlichkeiten von Grund auf renovieren lassen, eine Hundequarantäne mit gebaut und unzählige Hütten bauen lassen. Zweimal im Monat bringen wir uns gespendete Hilfsgüter (Decken, Medikamente, Vitamine, Wäsche, Matratzen, Körbchen, etc.) in dortige Tierheime. Vor ein paar Jahren haben wir mit Hilfe von Tierfreunde Niederbayern e.V. (Gabi Hesel) ein Hündinnen-Welpenhaus in Waldenburg gebaut. Dort werden sehr viele hochträchtige Hündinnen abgegeben, die keinen Unterschlupf hatten. In Deutschland im Franziskushof werden sowohl von privaten Personen als auch von Tierschutzvereinen Tiere abgegeben, die schwere Operationen und Implantate benötigen. Oft müssen bei den Tieren neue Hüften eingesetzt werden. Hier arbeiten wir sehr gut mit der Tierklinik Am Kaiserberg/Duisburg zusammen. Siebzehn Jahre Tierschutzarbeit nagte auch an unserer Gesundheit. Zurückblickend würden wir jedoch genauso entscheiden. Von den Tieren, den wir ein neues Zuhause ermöglichen konnten, haben wir Bedeutendes gelernt: grenzenloses Lieben, Vertrauen, die Bereitschaft auf Verzicht, Treue und Wahrheit, denn die Tiere können nicht lügen. Fazit: Mut, das scheinbar Unmögliche zu wagen. Es lohnt sich, denn der Gewinn ist nicht nur Frust, Schweiß und Enttäuschungen, sondern die Dankbarkeit der Tiere, die innere Zufriedenheit, dass man nicht umsonst gelebt hat, die Dankbarkeit, Menschen begegnet zu sein, die das alles ermöglicht haben. Wir sind allen den Menschen dankbar, die den Franziskushof auf seinen Wegen begleitet haben, mitgeholfen haben, dass er so gewachsen ist und so vielen bedürftigen Tieren und Menschen helfen konnte. Ohne diese wunderbaren Menschen könnte der Franziskushof nicht existieren. Liebe Leser, wir laden Sie alle herzlich ein, sei es, um ein Tier bei uns zu finden, eine Patenschaft zu übernehmen, um Mitglied zu werden oder um uns einfach zu besuchen.
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